Ramadan in Dubai

Dieses Jahr hat der Fastenmonat in Dubai am 4. Oktober begonnen. Alljährlich freue ich mich auf diese Zeit, weil dann endlich wieder einmal ein wenig Ruhe, Andacht und Gemächlichkeit in die geschäftige Stadt einkehrt. Oft frage ich mich, wieviele Bewohner der Stadt wirklich fasten im Ramadan, denn bei einem Ausländeranteil von mehr als 90% ist es eigentlich ziemlich undurchsichtig, wie hoch der Prozentsatz der in Dubai lebenden Muslime wirklich ist.
Jeden Abend kurz nach Sonnenuntergang ertönt lautstark der Ruf zum Maghrib-Gebet aus den Muezzinen…es ist Zeit das Fasten zu brechen. Traditionell bricht man das Fasten im Kreise der Familie oder mit Freunden. Als Besonderheit im Ramadan finden im Anschluss an das Abendgebet (Asha) die Tarawih-Gebete statt, die jeweils per Lautsprecher übertragen werden. Dies dauert im Schnitt eineinhalb Stunden und viele Neulinge und Touristen in Dubai erschrecken sich, wenn sie zum ersten Mal diese lauten und langen Gebete hören…
Ramadan ist, wenigstens solange wie dieser noch in den „kühleren“ Monaten stattfindet, geprägt von langen Nächten in Ramadanzelten mit Freunden. In den Ramadanzelten werden diverse Spezialitäten angeboten und manch‘ einer gönnt sich auch eine Schischa (Wasserpfeife).
Ramadan ist toll. Man kann seine alten Laster ablegen und nebenbei noch ein wenig abnehmen :-). Nein Scherz beiseite es ist eine sehr schöne Zeit in der eine ganz andere Atmosphäre über der Stadt liegt. Ich wünschte mir, dass diese Stimmung das ganze Jahr hinweg andauern würde aber dann wäre Ramadan ja nichts besonderes mehr. Selbst die Arbeitszeiten sind von Gesetzes wegen kürzer (in der Regel mindestens 2 Stunden kürzer), so dass auch Nicht-Muslime sich oft auf den Fastenmonat freuen, zumindest arbeitstechnisch.
Ach ja, dann gibt’s natürlich auch noch eine besondere Kategorie von „Newbies“ und Touristen, die finden, dass Ramadan sich ganz besonders dazu eignet, ihre neuen Partyklamotten oder Bademode in der Stadt zu präsentieren. Ganz nach dem Motto: „Wenn alle anderen dezent gekleidet sind, dann fallen meine langen Beine ja besonders leicht auf… Was??? Wieso fragt mich der Taxifahrer wieviel ich die Stunde verlange? Sowas! Hat der kein Benehmen?“
Natürlich fällt es nicht allen Besuchern leicht, sich in der Öffentlichkeit an die Fastenregeln zu halten…von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nicht rauchen, trinken, essen, fluchen und keine Zärtlichkeiten austauschen….das ist schon vielen zum Verhängnis geworden. Aber ich denke, dass die zahlreichen Reisebüros und Reiseführer für manche Definitionen eine Übersetzung mit anfügen sollten. „Nichts trinken“, wird von vielen falsch interpretiert…nichts trinken hat die Bedeutung wie in „keine Flüßigkeit zu sich nehmen“ nicht wie in „es ist ja nur Wasser, kein Bier“. :-)

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Ein Kommentar zu "Ramadan in Dubai"

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