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Der richtige Sonnenschutz - ein brandheißes Thema

Man freut sich unter Umständen ein ganzes Jahr darauf...der langersehnte Urlaub an einem sonnigen Reiseziel steht vor der Tür. Die meisten Urlauber verbringen leider mehr Zeit damit, sich einen schönen Badeanzug oder eine gute Strandlektüre auszusuchen, als sich einen guten Sonnenschutz zu kaufen. In Dubai sehen wir tagtäglich "Sonnentragödien". Menschen, die sich so auf ihren Urlaub gefreut haben, bloß um zwei Tage nach Anreise den Rest des Urlaubs dank eines Sonnenstichs und eines schwerwiegenden Sonnenbrands in medizinischer Betreuung zu verbringen. Hand auf's Herz, wissen Sie was einen guten Sonnenschutz auszeichnet? Die Gefahrenfaktoren Sonne und Hitze werden einfach nicht genügend ernst genommen. Wir haben deshalb an dieser Stelle einen nützlichen Leitfaden in Sachen "richtiger Sonnenschutz" zusammengestellt.

Hintergrundwissen - das UV-Licht
Ultraviolette Strahlung hat nicht nur negative Seiten, denn dank dieser kann unser Körper Vitamin D herstellen, was hilft unsere Knochen zu stärken und für weitere wichtige Funktionen verantwortlich ist. UV-Strahlung wird sogar zu kommerziellen Zwecken eingesetzt, wie zum Beispiel zum Desinfizieren von Aquarien und zum Sterilisieren von medizinischen Werkzeugen. Selbst Tiere wissen die UV-Strahlung zu nutzen. Bienen etwa, die diese Strahlen sehen können, nutzen die Reflektion des UV-Lichts um auf Blütenblättern Pollenablagerungen zu sehen. Die größte Herausforderung für den Mensch ist die Gefahr der UV-Strahlung für seine Haut und seine Augen. Besonders in einem so sonnigen Gebiet wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, muss diesem Thema ein ganz neuer Stellenwert eingeräumt werden.

Das Licht wird in Wellenlängen zwischen 100 - 400 Nanometer eingeteilt. Gemäß deren Länge werden sie eingeteilt in UV-A, UV-B und UV-C.

- UV-A: 320-400 nm. Strahlung wird nicht von der Ozonschicht abgeschirmt.
- UV-B : 280-320 nm. Strahlung wird teilweise von der Ozonschicht abgeschirmt.
- UV-C: 100-280 nm. UV-C Strahlen werden komplett von der Ozonschicht abgeschirmt und erreichen uns deshalb nicht.

Wir sind demnach zwei Strahlungen ausgesetzt: UV-A und UV-B.

Die Hauptgefahren sind:

•  der Sonnenbrand und die erhöhte Hautkrebsgefahr
•  vorzeitige Alterung der Haut durch Sonneneinstrahlung (Photoaging)
•  Schädigung des Horn- und Bindehautgewebes im Auge, vor allem durch Reflektion des UV-Lichts auf Sand und Wasser (Photokeratitis)

Der UV-Index
Um die Bevölkerung auf die jeweilige Stärke der UV-Strahlung am Aufenthaltsort zu informieren, wurde auf internationaler Ebene der UV-Index gegründet. Der UV-Index ist weltweit standardisiert so dass dessen Interpretation einfach ist. Der Index misst die Strahlung in einer Ziffer. Die Einteilung ist folgendermaßen:

1-2 niedrig, 3-5 mittel, 6-7 hoch, 8- 10 sehr hoch, 11+ extrem

Die Zeit die man ungeschützt in der Sonne verbringen kann, hängt nicht nur vom UV-Index sondern auch vom Hauttyp ab. (siehe weiter unten) Der UV-Index misst zu 90% die UV-B Stahlung und zu 10% die UV-A Strahlung. Der Index wird also stark durch die Dicke der Ozonschicht am jeweiligen Aufenthaltsort beeinflusst.

UV-B Strahlen, Lichtschutzfaktor (LSF oder SPF)
Der Lichtschutzfaktor bezieht sich nur auf UV-B-Strahlen und wird inzwischen europaweit von den meisten Herstellern einheitlich bestimmt. Er gibt an, wie viel länger man in der Sonne bleiben kann, bevor ein Sonnenbrand entsteht. Beispiel: Ungeschützt rötet sich die Haut nach zehn Minuten, eingecremt mit einer Sonnenmilch mit Schutzfaktor 8 also erst nach 80 Minuten.

Bedenken Sie dabei aber, dass auch im Schatten durch Streustrahlung noch reichlich UV-Strahlen vorhanden sind. Auch dort dürfen Sie also auf Sonnenschutzmittel nicht verzichten. Ein Lichtschutzfaktor von 15 hält bereits 93 Prozent der UVB-Strahlen ab. LSF 45 bietet jedoch nicht den dreifachen Schutz, sondern nur rund 5 Prozent mehr (98 Prozent). Lichtschutzfaktor 20 eignet sich für alle Hauttypen. Er blockt etwa 95 Prozent der UV-Strahlung ab.

Schutz vor UV-A Strahlen
Problematisch ist, dass die meisten Sonnencremes keinen UV-A Schutz bieten! Dabei sind gerade diese Strahlen für die gefährlichste Art von Hautkrebs verantwortlich, dem Melanoma oder schwarzen Hautkrebs. Was im Volksmund "Sonnenallergie" oder "Mallorca-Akne" heißt, ist ebenfalls eine durch UVA-Strahlung verursachte Hautreaktion. UV-A Strahlen sind auch hauptsächlich für die vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Vor allem das UVA zerstört das Kollagenfasernetz der Lederhaut, das der Haut seine elastische Festigkeit verleiht. Die Haut wird spröd und faltig und weist eine lederartige Oberfläche auf. Neben Falten, ledriger Haut und sonstigen Hautschäden sind sie auch für die unschönen Pigmentflecken verantwortlich. Unglaublich aber wahr...es gibt erst ein einziges Land weltweit (Stand 2005) in dem der UVA-Schutzfaktor in Sonnencremes mittels eines einheitlichen Standards (PA+, PA++ und PA+++) gemessen wird und das ist Japan. Bietet Ihre Sonnencreme UV-A Schutz? Schauen Sie doch gleich mal nach!

Photostabilität
Ein photostabiler UV Filter schützt die Cremes vor Veränderungen, die durch das Sonnenlicht verursacht werden. Cremes die nicht photostabil sind, bieten bereits nach kurzer Sonneneinstrahlung einen verminderten Sonnenschutz. Die UV-Einwirkung selbst verändert die Struktur der verwendeten Creme. Leider sind noch nicht viele Sonnencremes photostabil, aber die Tendenz ist definitiv steigend.

Kennen Sie Ihren Risikofaktor?
Wenn man eine sehr helle Haut hat (Typ1) und der Index ist zB. 7, dann kann man sich maximal 20 Minuten ungeschützt der Sonne aussetzen. (siehe Tabelle) Viele Leute denken falscherweise, dass die Haut keinen Schaden nimmt, wenn man keinen Sonnenbrand bekommt. Dabei entstehen Hautveränderungen oft über einen sehr langen Zeitraum und die Hauptursache für Hautkrebs ist unbestrittenerweise die erhöhte UV-Strahlung.

UV Index

Ihr Hauttyp

Hauttyp 1: Sehr helle Haut, rötliches oder hellblondes Haar, meist Sommersprossen

Hauttyp 2: Helle Haut, blondes Haar, oft Sommersprossen

Hauttyp 3: Hellbraune Haut, dunkelblond, brünett Hauttyp 4: Braune Haut, dunkle oder schwarze Haare, keine Sommersprossen

1/2

Niedrig Niedrig Niedrig Niedrig

3/4

Mittelmäßig Niedrig Niedrig Niedrig

5

Hoch Mittelmäßig Niedrig Niedrig

6

Sehr hoch Mittelmäßig Mittelmäßig Niedrig

7

Sehr hoch Hoch Mittelmäßig Mittelmäßig

8

Sehr hoch Hoch Mittelmäßig Mittelmäßig

9

Sehr hoch Hoch Mittelmäßig Mittelmäßig

10

Sehr hoch Hoch Hoch Mittelmäßig

Wie lange können Sie sich ohne Sonnenschutz der Sonne aussetzen? (Legende zur obigen Tabelle)
- Niedrig - Sonneneinstrahlung ist relativ harmlos
- Mittelmäßig -nicht länger als 1-2 Stunden
- Hoch - Ihr Haut kann in weniger als 30 Minuten einen Sonnenbrand verzeichnen
- Sehr hoch - Ihre Haut kann in weniger als 20 Minuten einen Sonnenbrand verzeichnen

Wichtige Checkliste:

•  Kaufen Sie nur einen Sonnenschutz mit UV-A-und UV-B Filter, der photostabil ist

•  Benutzen Sie mindestens LSF 15. Dieser blockt 93% der UV-B Strahlen ab.

•  Machen Sie Sonnenschutz zu einem Bestandteil Ihrer täglicher Hautpflege. UV-Strahlen existieren auch im Schatten und an wolkigen Tagen!

•  Tragen sie an der Sonne leichte Kleidung, einen Kopfschutz und eine Sonnenbrille

• Bleiben Sie zwischen 11- 15 Uhr im Schatten

•  Bewahren Sie den Sonnenschutz nicht an der Sonne auf. (z.B. am Strand nicht unter direkter Sonneneinstrahlung liegen lassen)

•  Denken Sie dran, dass man ganz unabhängig vom Hauttyp auch einen Hitzschlag erleiden kann oder durch Wassermangel einen Kreislaufkollaps. Es ist also auch sehr wichtig, sehr viel Wasser zu trinken, vor allem bei den Sommertemperaturen in den VAE!

• Bestimme Medikamente und Pflegeprodukte (z.B. Cremes mit AHA-Säuren) erhöhen die Sonnenempfindlichkeit und können unerwünschte Hautreaktionen auslösen!

• Sonnenschutzmittel müssen mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden um einen wirksamen UV-Schutz gewährleisten zu können. Da die Wirkung des Sonnenschutzmittels je nach Produkt durch Schwitzen oder Wasserkontakt reduziert werden kann, ist ein wiederholtes Auftragen ratsam. Aber Achtung: Nachcremen verlängert nicht den Schutz, es erhält ihn nur aufrecht. Ist die angegebene Schutzzeit abgelaufen, gibt's nur eines: Raus aus der Sonne - rein in den Schatten!

• Beim Kauf der Sonnenbrille ist auf die Deklaration "100% UV-Filter bis 400 Nanometer" (Bezeichnung für die Wellenlänge des Lichts) zu achten. Es genügt nicht, wenn der Hersteller bloss einen "optimalen UV-Schutz" verspricht. Zusätzlich sollte die Sonnenbrille Blaulicht nur bis maximal 5 bis 10% durchlassen. "Polarisierende Gläser" schützen vor störender Blendung, die durch reflektierendes Licht entsteht. Grössere Optikergeschäfte verfügen heute über neuste Messgeräte, mit denen jede Brille individuell überprüft werden kann.

• Viele Bürger in den VAE lassen ihre Autoscheiben mit einem UV-Filter überziehen, um sich somit vor der starken Strahlung während Autofahrten zu schützen. Kann man abei allen größeren Autowerkstätten machen lassen.

• Eine gesunde Haut ist unbezahlbar und der wichtigste Maßstab, selbst wenn sie nicht braungebrannt ist! Die Ironie der Geschichte ist....in den hiesigen Breitengraden geben Menschen ein Vermögen aus, um ja nicht eine dunkle Haut zu bekommen. Schönheit liegt eben doch im Auge des Betrachters.

Jetzt fragen Sie sich bestimmt, wo man denn einen guten Sonnenschutz kaufen kann? Es gibt inzwischen einige Marken, die ausgezeichnete Produkte verkaufen, dazu gehören Vichy (mein persönlicher Favorit), Bioderma, La Roche-Posay, PizBuin und andere.

Hier kann man guten Sonnenschutz bequem online bestellen:

  Nice Price bei Douglas www.docmorris.com Wilkommen bei www.beautynet.de

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