Qasr Al Sarab Desert Resort

Die letzten Tage vom Januar 2010 verbrachte ich im „Qasr Al Sarab“ Desert Resort. Das Qasr Al Sarab Hotel (wörtlich übersetzt „Palast der Fata Morgana) ist ein wirkliches Juwel inmitten der Wüste von Liwa. Die Oase Liwa befindet sich am Eingang des „leeren Viertels (Rub Al Khali), nur wenige Kilometer von der Grenze zu Saudiarabien entfernt. Die Resort-Anlage öffnete erst Ende 2009 ihre Pforten und gehört der Hotelkette Anantara an, so wie auch deren Hotel in Sir Bani Yas, das ich letztes Jahr besucht hatte.

Schaut euch hier erst mal das Video an, das ich vom Aufenthalt gemacht habe und das erste Eindrücke vermittelt: Die Anfahrt zum Hotel ist eigentlich ziemlich unkompliziert und man benötigt auch keinen Vierradantrieb, da alle Straßen zum Resort geteert sind. Die Autofahrt ab Dubai dauert allerdings ca. 3 Stunden. Unterwegs sollte man auch die Toiletten- und Tankstellenstops gut einplanen, denn nach dem Liwa Automuseum kann man nirgendwo mehr anhalten bis nach Hameem.

Ich fand die Autofahrt sehr schön, vorallem der Abschnitt vom Liwa Museum bis hin zum Hotel. Nichts als Wüste bis zum Horizont…eine Wohltat für die Augen und das Gemüt!

Das Hotel selbst ist wirklich einmalig. Die Architektur ist ganz traditionell emiratisch gehalten, im Baustil der alten Forts, gemischt mit Windtürmen und Falaj-Bewässerungssystemen. Das Personal ist äußerst aufmerksam und zuvorkommend und ließ wirlich keine Wünsche übrig. Von innen ist der Resort sehr luxuriös und topmodern. Technisch auf dem allerneusten Stand und kostenlose WIFI Nutzung ist in der ganzen Anlage verfügbar. Irgendwie war dies manchmal total surreal. Man sitzt inmitten der Dünen, im eigenen Pool, browst im Internet und zappt sich abends durch die Hunderten von Satelliten-TV’s. Handy-Telefonempfang ist im Resort ebenfalls gewährleistet.

Drei Restaurants bieten kulinarische Highlights und das Essen ist wirklich einmalig. Die große Auswahl der Mahlzeiten, Qualität, Service und der emiratische Touch….alles wirklich sehr gelungen. Als verwöhnter Gourmet kann ich der Hotelküche wirklich ein großes Kompliment aussprechen!

Im Haupttrakt des Hotels befinden sich unter anderem auch ein Ballsaal und Meeting Räume, Fitness Center, Kinder und Teenie Zone, Bibliothek und eine große Pool-Anlage. Ein engagiertes Ausflugsteam bietet diverse Aktivitäten in der Wüste an: von Kameltrekking bei Sonnenuntergang bis zu Wüstentrecks bei Sonnenaufgang etc. – es wird garantiert niemandem langweilig. Zudem kann man sich auch im Spa nach Strich und Faden verwöhnen lassen.

Das Hotel bietet diverse Zimmerkategorien und daneben auch Villen in diversen Kategorien. Ich wohnte in einer 1 bedroom Villa mit eigenem Pool und privatem Butler – man gönnt sich ja sonst nichts :-) . Die Liebe zum Detail zeigt sich an jeder Ecke. Die Auswahl der natürlichen Farben und die Qualität der verwendeten Materialien in den Villen als auch im ganzen Resort, sind top. Man fühlt sich wirklich wie in einem Palast inmitten der Dünenwelt, es ist schlicht und einfach magisch. Zudem war während unseres Auftenthalts auch noch Vollmond, was die Atmosphäre nachts noch faszinierender machte. Der riesengroße Mond über den Dünen war ein Anblick, der sich für immer in meine Erinnerung geprägt hat.

Als Großstadtmensch der in Dubai lebt, fand ich zudem die Luftqualität in Qasr Al Sarab fantastisch und spürbar besser als in Dubai. Die Luft war so rein und frisch – einfach herrlich. Dazu die Ruhe in der Anlage. Keine Autos, keine Baukräne….das einzige Geräusch, das wir in der Villa hörten war das beruhigende Säuseln des Swimmingpools im Garten.

Das Qasr Al Sarab Hotel ist ein idealer Ort für Schriftsteller. Ich könnte mir vorstellen, dort 3-6 Monate zu leben und ein Buch zu schreiben. Die Sicht auf das Wüstenpanorama ist wie ein leeres Blatt Papier, das darauf wartet beschrieben zu werden. Ich finde das Resort hat eine sehr heilende  und beruhigende Wirkung. Ein Ort, wo man seine Seele baumeln lassen kann und wo die Ruhe so laut ist, daß man nichts anderes hören will.

Das vergangene Wochenende tagte zudem auch das emiratische Kabinett im Qasr Al Sarab. Die Scheichs und Minister wohnten ein paar Tage lang in der Anlage und pflanzten dort sogar Bäume.

Abschließend kann ich das Qasr Al Sarab Desert Resort wirklich allen Lesern wärmstens empfehlen. Ich kenne auch die anderen Wüstenresorts in den Emiraten, wie zB. das Al Maha Resort und das Bab Al Shams Hotel, aber das Qasr Al Sarab setzt wirklich ganz neue Maßstäbe und kann nicht im Geringsten mit den anderen zwei Resorts verglichen werden. Ich werde Inshallah bald wieder Gast sein in diesem schönen Hotel!

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5 Kommentare zu "Qasr Al Sarab Desert Resort"

  1. Scarlett Gamski says:

    Modernes Märchen aus 1001 Nacht, Wunderland im Wüstensand, Luxusträume aus dem Nichts – von solchen Schlagzeilen eingestimmt, bin ich in der Glitzerstadt gelandet und finde sie sogleich staunend bestätigt, die futuristische Kulisse vor Augen und im Hinterkopf vage Vorstellungen vom alten Dubai aus der Zeit vor dem Ölboom: eine Beduinensiedlung am Creek, Hütten, Zelte, Kamele, Fischerboote, abgeschiedenes, archaisches Stammesleben. Aber dann treffe ich am nächsten Tag Hans Haensel. Er ist ein energischer Namibia-Deutscher in den besten Jahren und Vizepräsident von Emirates, der Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, und sagt: „Die Arbeit in Dubai ist faszinierend, denn die Menschen hier sind offen, mit einem wachen Sinn fürs Geschäft, schließlich haben sie schon lange mit Handel und Seefahrt zu tun.“

    Mythos vom einsamen Beduinendorf

    Der Beduine und das Meer? Man schlägt Dubais magere Geschichte nach, bleibt am Datum 1930 hängen, das ist das Jahr 36 vor dem Öl: „Dubai entwickelt sich zur größten Handelsstadt am Persischen Golf. Der Souk umfasst bereits 350 Läden.“ So viel zum Mythos vom einsamen Beduinendorf am Creek. Der Aufstieg des 1833 gegründeten Scheichtums begann Anfang des 20. Jahrhunderts, als iranische und indische Kaufleute sich am Hafen ansiedelten, gefördert vom bis heute regierenden Al-Maktoum-Clan. Er hatte von Großbritannien, das die Golfküsten kontrollierte, die Erlaubnis zur Einrichtung einer Freihandelszone eingeholt. Wichtige Geldbringer waren Perlen und Gold. Als 1966 unter dem Meer vor Dubai das schwarze Gold entdeckt wurde, kam der Segen über eine Dynastie, die sich bereits als sehr geschäftstüchtig erwiesen hatte und ihre Söhne im Westen studieren ließ. Zwar genoss auch sie wie alle Herrscher der Ölstaaten den neuen Reichtum in vollen Zügen. Doch zugleich begann sie mit nüchternem Weitblick, die Zukunft Dubais zu planen.

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  2. Robert Zanger says:

    Danke für den tollen Bericht und das sehr gelungene Video. Wir haben im März nur 1 Nacht dort gebucht. Hätten wir das Video vorher gesehen wären es sicher mehr geworden.
    Wir freuen uns sehr drauf. Die Arabische Halbinsel ist und bleibt faszinierend. Kontrastreich mit Moderne, Natur, Tradition und Gigantomanie.

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  3. Roger Wilfinger says:

    Hallo Zusammen

    ich habe Anfang des Jahres einige Tage auf Sir BaniYas Island verbracht und kann auch dieses Resort nur wärmstens empfehlen! Diese sanftere Form des Tourismus ist aus meiner Sicht eine gute Möglichkeit, wie sich die VAE ausserhalb der Metropolen einem breiteren Publikum präsentieren könnte!!! Back to the Roots mit dem Komfort der Neuzeit!!! Auch ich werde Insallah hoffentlich bald wieder Gast in diesem schönen Teil der Erde sein dürfen!

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  4. Michael.N says:

    Danke für den Bericht. Wir freuen uns schon drauf!

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  5. Partha S says:

    Tolle Review! Danke sehr dafür!!
    Jetzt beim nächsten Eid-Ferien kennen wir eine neue Option fürs Wochenende.
    Partha

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