Mohammed bin Kharbash

Hier kommt die Schocker-News des Jahres. Seit mehr als 4 Monaten brodelte die Gerüchteküche um diesen Mann. Nun ist es endlich offiziell. Mohammed Khalfan Bin Kharbash, der bis vor einem Jahr der VAE-Staatsminister für Finanzen und Industrie war, wurde von der emiratischen Staatsanwaltschaft angeklagt. Die Anklage lautet: Unterschlagung öffentlicher Gelder und Schädigung der staatlichen Interessen.

Mohammed Kharbash ist 1956 in Dubai geboren.
1979 erhielt er ein Bachelor of Economics von der Boston University und ein Jahr darauf ein Masters in Finanzen an der selben Uni. 1991 machte er seinen Doktor (PhD) an der englischen Exeter Universität mit einer Thesis über die industrielle Förderung. Er war auch ein Gast-Wissenschaftler an der Faculty of law (Jura) der weltberühmten Harvard Universität, wo er zum Thema der wirtschaftlichen Abkommen von Staaten des Golkooperationsrates aktiv war. 1980 wurde er zum Direktor des Investmentamtes am Ministerium für Finanz- und Industrie in den Emiraten, wo er später zum Ministerialdirektor befördert wurde. Er war im Vorstand der VAE-Zentralbank und auch im Vorstand von zahlreichen Banken (u.a. bei der Dubai Islamic Bank). Zudem war er der Vorsitzende der VAE-Telekommunikationsfirma Etisalat. Mohammed Bin Kharbash war ein prominenter Bürger in den VAE und galt als sehr angesehen.
Die Nachrichten haben sich wie ein Lauffeuer verbreitet und sind inzwischen auch auf allen internationalen Medien nachzulesen. Selbst Zeitungen wie die Financial Times, The Wall Street Journal und Business Week etc. berichten über diese Riesenblamage.
Die unoffizielle „Insider Story“ ging so: Es war den Herrschern schon lange bekannt, daß der Ex-Minister bei den zahlreichen fehlenden Millionen seine Hände im Spiel hatte. Man hätte ihm nahe gelegt, das Geld 100% zurück zu bezahlen, ansonsten würde man ihn öffentlich „an den Pranger stellen.“ So wie’s ausschaut, hat er die Kohle wohl gut zu verwerten gewusst.
Wie sagt man so schön: „Wer hoch steigt, fällt tief.“
Aber eines muss ich den Herrschern doch sehr hoch anrechnen, daß sie ihn tatsächlich in die Mangel nehmen. Denn bisher hat keiner daran geglaubt, daß eine solche Business-Ikone wirklich mal vor Gericht stehen soll…..Wir haben uns schon eh alle gewundert, als er nach so vielen Jahren als Minister plötzlich und unverhofft abdankte.

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