Kurztrip nach Beirut / Libanon

Jeder braucht ab und zu einen Tapetenwechsel – ein Kurztrip in ein anderes Land kann wahre Wunder bewirken. Wie unsere Facebook-Fans bereits wissen, waren wir Ende September 5 Tage in Beirut/Libanon. Es war das erste Mal, daß wir nach Libanon reisten. Beirut eignet sich bestens als Kurztrip, da man von Dubai ledliglich drei Stunden fliegt und die Zeitverschiebung nur eine Stunde beträgt.
Das Wetter war während unseres Aufenthalts wunderschön, obwohl der Wetterfrosch für jeden Tag Gewitter vorhergesagt hatte. Nur am ersten Tag gab es einige kurze Schauer, aber danach war es jeden Tag sonnig bei 24 – 28 Grad Celsius.
Obwohl wir wussten, daß der Libanon bekannt ist für seine Berge, das Skifahren und die schöne Natur, waren wir doch überrascht zu entdecken, daß auch die Hauptstadt Beirut auf Hügeln gebaut ist. Da wir jeden Tag zu Fuß unterwegs waren, war die Reise gleichzeitig ein gutes Fitness-Programm….den Hügel hinauf…und runter…und rauf….und runter…! Aber wenn man im flachen Dubai wohnt, dann ist das ja mal eine willkommene Abwechslung.
Beirut ist eine Stadt der Gegensätze. Zum einen gibt es sehr moderne und renovierte Viertel und zum anderen ganz runtergekommene Gegenden die man eher als dreckig bezeichnen kann. Man sieht wunderschöne, historische Bauten und direkt daneben, total verbombte Häuser. Die Spuren des Krieges sind in der Stadt noch allgegenwärtig. Die bewaffnete Armee ist überall in der Stadt präsent und wir haben auch öfters Panzer gesehen. Es gibt in ganz Beirut verteilt viel Security-Personal auf den Straßen, was uns aber eigentlich eher beruhigt als beunruhigt hat. Was uns besonders aufgefallen ist, sind die kaputten Autos auf den Straßen Beiruts. Also ich glaube einen Tüv kann’s dort eigentlich nicht geben…Egal ob die Autos neu waren oder alt, egal ob Ferrari oder Fiat, alle waren total kaputt, zerkratzt, voller Dellen oder generell beschädigt. Wahrscheinlich hat es etwas mit dem gewagten Fahrstil der Menschen zu tun :-).
Der Westen von Beirut ist mehrheitlich muslimisch und im Osten wohnen vornehmlich Christen. Es ist beeindruckend, wenn man den Muezzin hört von der Moschee und danach das Geläute der Kirchenglocken.

Beirut
Das Hotel:

In Beirut wohnten wir im Fünfsternehotel Four Seasons. Der moderne Wolkenkratzer liegt zentral direkt am Meer und am Yachthafen der Stadt. Vom Flughafen aus dauert die Fahrt ca. 15 Autominuten. Während der paar Tage in Beirut haben wir viele andere Hotels gesehen, die wir zu Anfang für unseren Aufenthalt in Betracht gezogen hatten, waren dann aber sehr froh, im Four Seasons zu wohnen. Das Hotel liegt an einer super Lage und ein einer guten und sehr gepflegten Gegend. Wenn man die Stadt erkunden will, dann ist das Four Seasons die ideale Wahl. Die großzügigen Zimmer sind mit allem Komfort ausgestattet und die Badezimmer sind ebenfalls groß und luxuriös. Am meisten gefiel uns der große eigene Balkon mit direktem Meerblick. Das Essen und der Service im Hotel waren ausgezeichnet. Besonders einmalig war der Swimmingpool-Bereich auf dem Dach des Hotels, von wo aus man Ausblicke über ganz Beirut genießen kann (s. Foto oben).

Was uns besonders gefallen hat:
Die Menschen in Beirut sind  sehr freundlich und offen und das Essen war dem Ruf des libanesischen Essens getreu, nämlich fabelhaft. Die renovierte Fußgängerzone der Stadt (Downtown Beirut) ist wirklich beeindruckend und verleiht ein Flair von historischer Eleganz. Die Beirut Souks sind ein Neubau in dem man ähnlich wie in einem Einkaufszentrum, Hunderte von westlichen Shops findet. Die Corniche hat uns auch super gefallen, dort kann man stundenlang schlendern und alle paar Meter was Neues entdecken.

Was uns gar nicht gefallen hat:
Die Taxifahrer! Mann sind die anstrengend. In Beirut gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel und wer nicht laufen will, ist auf ein Taxi bzw. Chauffeur angewiesen. Die Taxis haben allesamt keine Taxameter und naja, es war anstrengend um es nett auszudrücken. Die Taxi hupen zudem unaufhörlich. Es ist unmöglich 5 Meter zu Fuß zu gehen, ohne daß man mindestens von drei Taxis angehupt wird. Wir mussten uns auch abgewöhnen, mit den Händen zu gestikulieren beim Reden, weil sonst gleich wieder die Taxis anhielten und meinten, wir hätten sie rangewinkt. Leider gibt es an den touristischen Orten von Beirut auch viele Bettler, viele davon sind Kinder. Das fanden wir gar nicht schön. Zu guter Letzt ist da noch die Sache mit dem Rauchen. Es scheint, als ob es in Beirut keinen Zentimeter gibt, auf dem man nicht Rauchen kann. Jeder raucht, egal ob 10 oder 90 Jahre alt und mit Vorliebe Shisha (Wasserpfeife). Als Nichtraucher ist es ziemlich anstrengend daß es nirgendwo Nichtraucherzonen gibt.

Fazit:
Beirut ist ein schönes Kontrastprogramm zu Dubai. Mal was total anderes. Klima, Menschen, Atmosphäre…alles ganz anders als Dubai. Für einen Kurztrip eignet sich die Stadt besonders, weil sie in kurzer Flugzeit zu erreichen ist und dies, ohne ein Visum zu benötigen (wenn man einen europäischen Reisepass hat).

Schaut euch hier das kurze Video unserer Reise an. Darin sieht ihr das Hotel, die Corniche, die Hamra Street (Einkaufsgegend) und Downtown Beirut mit den „Beirut Souks“. Wenn ihr auf Youtube ein Konto habt, bitte meldet euch als unsere Freunde an und bewerted das Video!

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