Im Koma – in Dubai

Leider ist es schon wieder geschehen….Menschen, die in Dubai auf Urlaub sind haben einen Unfall oder einen medizinischen Notfall, werden ins Krankenhaus eingeliefert und werden dann dort von ihren Angehörigen und Mitreisenden „verlassen“ – und zwar auf Nimmerwiedersehen.

In den VAE liest man fast jeden Monat von solchen traurigen Geschichten und wer jetzt denkt, dass es sich bestimmt immer um arme Asiaten handelt, irrt sich gewaltig. Genau so oft sind Europäer von solchen Tragödien betroffen. Egal aus welchen gesellschaftlichen Schichten.

Neuestes Beispiel:

Eine finnische Dame (heute 61 Jahre alt) reiste vor 5 Jahren auf Urlaub nach Dubai mit ihrem Ehemann. Im Januar 2004 kam sie für das Dubai Shopping Festival in die Stadt und erlitt hier einen Herzinfarkt. Im Krankenhaus fiel sie dann ins Koma, aus dem sie seit 5 Jahren nicht mehr erwacht ist.
Ihr Ehemann versprach, Vorkehrungen zu treffen um sie zurück nach Finnland zu bringen. Er verschwand aber daraufhin und kam nie wieder zurück. Trotz jahrelangem Suchen ist es dem Krankenhaus nicht gelungen, ihn auffindig zu machen. Selbst das finnische Konsulat konnte bisher nichts ausrichten.
Traurig aber wahr.
Interessant zu wissen wäre andernseits auch, ob die europäischen Staaten einen Touristen 5 Jahre lang pflegen würden – auf Staatskosten?

Einen Wunsch an die finnische Lady: Ich hoffe, dass sie sich, falls sie jemals aus dem Koma erwachen sollte, nicht mehr an ihren schäbigen Ehemann erinnern kann!

verfasst von

Ein Kommentar zu "Im Koma – in Dubai"

  1. Datenscheich says:

    Ohhh… da habe ich auch eine nette Geschichte aus Syrien der 1980ern. Es gibt doch diese ‚rollenden Hotels‘, die aus Europa angefahren kommen – Busse mit Schlafkojen sozusagen. Im Norden erlitt ein Mitreisender einen Herzinfarkt und starb. Und was tat die Reisegruppe samt Fahrer und Begleiter? Sie setzten den Armen auf eine Parkbank vor das Krankenhaus und hängten ihm ein Schild um den Hals (in Arabisch): „Ich bin Deutscher – bitte helfen Sie mir!“

    Wer’s nicht glaubt: Ich habe diese Story aus erster Hand von dem armen Botschaftsmitarbeiter, der damals von Damaskus aus hinreisen mußte, um den Toten abzuholen und nach Deutschland überführen zu lassen.

    Was nicht besonders angenehm war, da man im Krankenhaus vergessen hatte, die Kühlanlage der Leichenkammer anzuschalten, und es drei Tage dauerte, bis alle Papiere usw. fertig waren.

    Irgendwie scheint der Verstorbene eine echt miese Karma gehabt zu haben…

    Antworten

Kommentar hinterlegen

Möchtest du deine Meinung loswerden?
Hinterlasse einen Kommentar!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>