Down-Syndrom in den VAE

Trisomie 21 – oder eben das Down-Syndrom, betrifft in den VAE sehr viele Menschen. Ich habe vor einigen Jahren mal eine kleine Reportage geschrieben über das Rashid Paediatric Centre in Dubai, möchte heute aber mal detaillierter zum Down Syndrom berichten.
Zudem ist in den VAE auch die Sichelzellanämie weit verbreitet, lest hier den Blogbeitrag von 2006.

Da ich selbst Freundinnen hier habe, die Mütter von Kindern mit dem Down-Syndrom sind, habe ich alle Phasen miterlebt; angefangen von Schwangerschaft bis hin zur Diagnostik, Geburt, Integration in den Alltag und in die Familie, Therapien und vorallem die Psyche der Mutter und der Stand der ehelichen Beziehung bei diesem ganzen Prozess.

Gemäß der offiziellen Statistik des „Centre for Arab Genomic Studies“, kommen in den Vereinigten Arabischen Emiraten 21,4 Kinder auf 100.000 Geburten, mit Down-Syndrom zur Welt. Diese Rate ist doppelt so hoch wie der weltweite Durchschnitt.
Ich habe auch mal eine medizinische Studie gelesen, in der zwischen 1999 – 2003 über 60000 Neugeborene in Dubai auf das Down-Syndrom untersucht wurden, wovon 141 betroffen waren (139 davon waren Trisomy 21). Interessant dabei folgendes: Bei VAE-Staatsbürgern war die Rate doppelt so hoch, wei bei Nicht-VAE-Staatsbürgern.
Es beibt also alles wie gehabt hier – die Studien sind nicht zuverläßig, weil manches vertuscht wird und ich persönlich glaube, daß es eine hohe Dunkelziffer gibt. Zudem gibt es nicht wirklich eine „offizelle Statistik“ und selbst wenn….wie zuverläßig sind die Statistiken von unseren Gesundheitsämtern…(nachdem vor ca. 3 Jahren mal ein Bericht vom Gesundheitsamt erschien, der „bewies“, daß es in den VAE NULL Aids gäbe, ist die Glaubwürdigkeit dieser Institution wohl bei allen Bürgern gestorben.)

In den VAE gibt es zahlreiche Vereine für Familien/Eltern von Kindern (0 – 30 Jahre alt) mit Down-Syndrom. Die offizielle Gruppe ist jedoch die „UAE Down Syndrome Association“ die heute, (2006 gegründet), 300 Mitglieder hat. Da der offizielle Verein von diversen Regierungsstellen unterstützt wird, bietet diese auch eine kostenlose Klinik an, in der die Kinder diverse therapeutische Dienstleistungen umsonst in Anspruch nehmen können. Zudem haben sie eine eigene Website.

Was mich verblüfft: Bei keiner meiner Freundinnen wurde bei den obligaten Voruntersuchungen ein Verdacht auf Down-Syndrom festgestellt, obwohl speziell darauf getestet wurde!

Ich bin zwar kein Arzt oder Diagnostiker – aber hier eine interessante Tatsache:
Der Name „Down-Syndrom“ stammt von einem englischen Arzt, Dr. Down, der 1866 ERSTMALIG solche Kinder beschrieb. Es wurde angenommen, daß diese „Krankheit“ eine Folge der Impfungen von Jenner in England von 1796 war. (Jenner war der Erfinder der Impfungen) In Deutschland wurde der erste Fall von Down Syndrom 1922 bekannt. Es bleibt die Frage, ob gewisse Impfungen Gen-Defekte im Menschen verursachen. Wer mehr dazu wissen möchte, sollte das Buch vom Deutschen Dr. Gerhard Buchwald lesen.

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