Die Weihnachtsgeschichte im Koran

Zum heutigen Weihnachtstag wollen wir mal über die Weihnachtsgeschichte im Koran berichten. Viele Menschen wissen nicht, dass die Weihnachtsgeschichte auch im Koran beschrieben wird. Nicht nur das, es gibt eine ganze Sure (Kapitel) die nach der Jungfrau Maria benannt ist, „Sura Maryam“.

Im Islam ist Jesus ein Prophet Gottes, der zu den „Kindern Israels“ geschickt wurde, den „Bani Israil“. Obwohl er also als Prophet gilt, war er nicht ein Prophet für die ganze Menschheit sondern wurde speziell für das Volk der Israeliten entsandt. Der Glaube an Jesus ist ein wichtiger Bestandteil des Islam. Ein Muslim muss an alle Propheten Gottes glauben. Jesus selber wird im Koran 25 Mal erwähnt. Der Koran lehrt ebenfalls, dass Jesus keinen menschlichenVater hatte, sowie es auch bei Adam und Eva der Fall war. Der Koran berichtet darüber, wie Jesus als Neugeborener sprach, um die Ehre seiner Mutter zu verteidigen und um sein Prophetentum zu verkünden; es war ein Wunder.

Hier ein Auszug der entsprechenden Suren:

Als sie (Maria) sich von ihrer Familie nach einem östlichen Ort zurückzog [19:16] und sich vor ihr abschirmte, da sandten Wir Unseren Engel Gabriel zu ihr, und er erschien ihr in der Gestalt eines vollkommenen Menschen ; [19:17]
und sie sagte: „Ich nehme meine Zuflucht vor dir beim Allerbarmer, (laß ab von mir,) wenn du Gottesfurcht hast.“ [19:18] Der Engel sprach: „Ich bin der Bote deines Herrn. (Er hat mich zu dir geschickt,) auf daß ich dir einen reinen Sohn beschere.“[19:19]
Sie sagte: „Wie soll mir ein Sohn (geschenkt) werden, wo mich doch kein Mann (je) berührt hat und ich auch keine Hure bin?“ [19:20]
Er sprach: „So ist es; dein Herr aber spricht: »Es ist Mir ein leichtes, und Wir machen ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu Unserer Barmherzigkeit, und dies ist eine beschlossene Sache.«“ [19:21]
Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück. [19:22] Und die Wehen der Geburt trieben sie zum Stamm einer Dattelpalme. Sie sagte: „O wäre ich doch zuvor gestorben und wäre ganz und gar vergessen!“ [19:23] Da rief er ihr von unten her zu: „Sei nicht traurig. Dein Herr hat dir ein Bächlein fließen lassen ; [19:24]
und schüttele den Stamm der Palme in deine Richtung, und sie wird frische reife Datteln auf dich fallen lassen. [19:25] So iß und trink und sei frohen Mutes. Und wenn du einen Menschen siehst, dann sprich: »Ich habe dem Allerbarmer zu
fasten gelobt, darum will ich heute mit keinem Menschen reden.«“ [19:26]
Dann brachte sie ihn auf dem Arm zu den Ihren. Sie sagten: „O Maria, du hast etwas Unerhörtes getan. [19:27]
O Schwester Aarons, dein Vater war kein Bösewicht, und deine Mutter war keine Hure.“ [19:28] Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: „Wie sollen wir zu einem reden, der noch ein Kind in der Wiege ist?“ [19:29]
Er (Jesus) sagte: „Ich bin ein Diener Allahs; Er hat mir das Buch gegeben und mich zu einem Propheten gemacht.
[19:30] Und Er gab mir Seinen Segen, wo ich auch sein möge, und Er befahl mir Gebet und Zakah, solange ich lebe ;
[19:31] und ehrerbietig gegen meine Mutter (zu sein); Er hat mich nicht gewalttätig und unselig gemacht. [19:32] Und Friede war über mir an dem Tage, als ich geboren wurde, und (Friede wird über mir sein) an dem Tage, wenn ich
sterben werde, und an dem Tage, wenn ich wieder zum Leben erweckt werde.“ [19:33] Dies ist Jesus, Sohn der Maria – (dies ist) eine Aussage der Wahrheit, über die sie uneins sind. [19:34]

Wahrlich, Jesus ist vor Allah gleich Adam; Er erschuf ihn aus Erde, alsdann sprach Er zu ihm: „Sei!“ und da war er. [3:59]

Jesus gilt im Islam als letzter Prophet vor dem Propheten Mohammed. Die Lehre von Jesus ist gemäß Koran die selbe wie die aller anderen Propheten, inklusive des letzten, nämlich die, dass es nur einen Gott gibt.

Der Koran lehrt, dass Jesus vor dem Letzten Tag wieder zur Erde zurück kehren wird. Er wird dann „normal“ sterben. Was viele Nichtmuslime nicht wissen, ist dass es neben dem Grab von Propheten Mohammed in Medina seit dessen Beerdigung ein leeres Grab gibt. Dort soll Jesus nach seinem Tod begraben werden.

Noch eine Anmerkung zum Namen „Jesus“. Jesus ist ein Name, der übersetzt wurde. Leider ist das mit vielen Namen im Alten und Neuen Testament so geschehen. Das soll heißen, dass Jesus nicht Jesus hieß. Auf Latein übersetzte man den Namen auf Iesus und auf Griechisch auf Iēsoûs. Der Name auf Aramäisch (Jesus‘ Muttersprache) war aber יֵשׁוּעַ (Yēšûă‘). Auf Arabisch, bzw. Im Koran nennt man Jesus „ISA“ oder manchmal auch „Eisa“ oder „Eissa“ geschrieben. Die Aussprache auf Arabisch ist wie man’s schreibt – ISA.


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