Die verbotene Frau

Vor ein paar Wochen habe ich hier über das Erstlingswerk der Schweizerin Verena Wermuth berichtet: Die verbotene Frau.

Ich habe das Buch in meinem wohlverdienten Urlaub gelesen :-) und bin sehr erstaunt darüber, dass die Autorin, die gemäß eigener Aussagen “den Scheich nicht verraten will”, 1000 Dinge über ihn schreibt, die seine Identität abermals preisgeben! Zumindest für jeden der hier lebt! Es ist ungefähr so, als wenn ich sagen würde: “Ich schreibe ein Buch über ein Auto. Aber ich sag dir nicht welches Auto. Ich sag nur eins; die Automarke fängt mit “B” an und hört mit “MW” auf.”

Zur (kurzen) Zusammenfassung: – sie trafen sich ca. 1979 in England, als er 17 war und sie 22 (!?!!) – das heißt, er ist Jahrgang 1961 oder 1962 – er hat in Amerika Atomphysik studiert – er hat 6 Kinder zusammen mit seiner Cousine, die er 1990 geheiratet hat – er ist definitiv nicht von der Al Maktoum Familie (Dubais Herrscherfamilie) – Sein Vater hat zwei Frauen. Seine Mutter ist die zweite und jüngere Frau. – Beide Frauen haben jeweils ein eigenes Haus auf dem selben Grundstück – Er hat mindestens eine Schwester – Zu seinem Wohnort: 1989 dauerte die Fahrt von seinem Haus nach Jebel Ali noch 3 Stunden. Die Fahrt von Jebel Ali zu seinem Haus führt über Sharjah, Ajman und weiter bis man die Hajar Berge sieht. In der Stadt führt eine riesige Brücke von der Altstadt in die Neustadt. (In welchem Emirat ist das wohl??) Ist ja wohl EINDEUTIG. – Er importiert(e) Rennkamele in die VAE, hat eine Shipping Company und war auch GM der Zivilluftfahrt und des Flughafens in seiner Stadt. Heute ist er vor allem in der Immobilienbranche tätig. – Er hat Verena 1989 in Oberägypten “geheiratet.” Dies aber ohne die zwingend notwendigen zwei Zeugen im Islam (außer dem fremden besoffenen Kellner einen Tag später) und ohne die Heirat jemals irgendwo einzutragen. Die Urkunde hat er gleich nach der Hochzeit an sich gerissen und später vernichtet…. – Es werden Details zu seinen Freunden genannt

FAZIT: Es gibt nur einen Mann auf den diese Beschreibung zutrifft in den ganzen Vereinigten Arabischen Emiraten. Ich bin gespannt was seine Frau und Familie sagen, wenn sie von diesem Buch erfahren!!!

Ach so, wer immer noch keine Ahnung hat wovon hier geredet wird…hier noch ein Tipp als Wegweiser: http://www.csem.ch/media/pdf/press-07/CP-SolarIslands-DE.pdf Interessant, was Nuklearphysiker so drauf haben!

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31 Kommentare zu "Die verbotene Frau"

  1. Saadiya says:

    Lest bitte mal diesen Artikel. Also ich find die Frau schräg, ich kann mir nicht helfen……..

    http://www.limmattalerzeitung.ch/limmattal/region-limmattal/verena-wermuth-die-verbotene-frau-meldet-sich-zurueck-114755142

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  2. Jan Algheim says:

    Das mit dem Nagel unterschriebe ich so auch sofort

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  3. Barbara says:

    Super artikel! Hatte gerne Kontakt mit dir aufnehmen! Brauche Rat. Barbara. babsibocan@hotmail.COM

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  4. Ingrid says:

    Für alle die sich hier über die Autorin negativ auslassen. Zuerst selbst mal in so einer Situation sein. Blöd reden kann jeder. Es war eine Liebesgeschichte deren Ausgang vorhersehbar war. Und wenn sie dem Scheich nichts bedeutet hätte würde er sie nicht heute noch anrufen. Auch finde ich den Schreibstil gut. Es ist ihre Geschichte und so erzählt sie sie auch. Zum Unterschied von Romanen, bearbeitet von Profilektoren die mit der Story so gar nichts am Hut haben. Ein Buch für das normale Volk, geschrieben von einer Frau aus dem Volk. Mir hat es sehr gut gefallen. Man merkt das ihr Herz daran hängt und das ist mehr als man von vielen “professionellen” Büchern sagen kann.

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    • Saadiya says:

      Auch ohne in einer solchen Situation gewesen zu sein, bin ich überzeugt, dass eine erwachsene Frau eigentlich respektvoller handeln und mit einer vergangenen Beziehung anders umgehen können sollte. Wenn man etwas beschreibt, an dem das eigene Herz hängt (und das sollte bei einer wundervollen Begegnung mit Liebe eigentlich so sein), dass ist man doch in der Lage, darüber auch entsprechende einfühlsam zu schreiben. Das gelingt ihr aber in meinen Augen nicht – wie auch, denn sie hatte nur jeweils kurze Treffen mit ihm – mehr NICHT!!! Ich bin darüber hinaus überzeugt, dass der Scheich mehr für sie empfunden hat, als Frau Wermuth für ihn. Wenn der Ausgang vorhersehbar war, warum hat sie sich dann dennoch darauf eingelassen und kann auch nach vielen Jahren nicht Abstand davon nehmen. Sie beschreibt einfach, mädchenhaft und völlig irrational Dinge, deren Realität sie (bis heute) völlig verkennt. Sie soll wohl jetzt auch einen Film darüber drehen. Bin mal gespannt, was man aus so wenig Stoff macht.

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  5. Saadiya says:

    Ich habe dieses Buch auch gelesen und fand es schrecklich langweilig, ohne jetwede Handlung, ohne Zusammenhang und mit jeder Menge Arroganz und Ignoranz vor der Kultur des Partners geschrieben. Diese Frau war damals sicher nicht auf eine liebevolle Beziehung aus, sondern eher darauf, einen gewissen Ruhm zu erreichen. Das klappte so nicht und daher sollte das Buch helfen, Sie als die “Frau eines Scheichs” (angeblich) in die Öffentlichkeit zu katapultieren. Als Autoren hat sie einen extrem teenagerhaften Schreibstil, der einer erwachsenen Frau in keinster Weise gerecht wird. So oberflächlich wie sie schreibt, so oberflächlich ist sie vermutlich auch als Mensch. Jedenfalls zeugt das Buch davon (Inhalt und Stil).

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  6. Kaya says:

    Saʿud ibn Saqr al-Qasimi *1956, studierte VWL, sein Vater ist erst 2010 u. nicht bereits 1987 verstorben. Es lässt sich auch nicht mit 100%iger Sicherheit sagen welche Angaben der Autorin verändert u. welche authentisch sind.

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  7. LiNd@ says:

    ja, hm schon ich denke es ist eine ihrreführung und das mit dem alter auch den in einem teil vom buch fragt verena ihn ja ob er ihr mal sein richtiges alter verraten würde? somit ist nicht ganz klar wie alt er ist.

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  8. maryam says:

    aber irgendwie passt etwas nicht…es hieß doch immer, der scheich sei mit seiner kusine verheiratet? das liest sich in seiner biografie anders. oder sollte das nur eine ihrreführung sein? auch das geburtsjahr ist anders…

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  9. maryam says:

    ja, doch..frau kann verena verstehen…;o) jetzt muss ich wenigstens nicht dumm sterben. danke!

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  10. Jule says:

    Dieser Scheich war auch meine Vermutung. Jetzt bin ich aber froh, das wir dieses Rätsel gelöst haben ;-)

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  11. tigerlily says:

    Ich habe das Buch ebenfalls gelesen und ich finde es nicht überragend! Aber schau Dir mal diesen Link an, da steht nämlich ein Name drin….nur so als kleiner Tipp! http://www.csem.ch/docs/Show.aspx?id=9069

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  12. LiNd@ says:

    Hi!

    Ich habe das buch auch gelesen und finde es super!!

    Hab mal was gelesen über den american’s cup, wo sie ein scheich interviewen =)) und er passt genau ins bild mit dem sie Scheich Khalid beschreibt, oder??? Hihi ist nur ne vermutung =D Wer will kann es hier lesen: http://www.swissinfo.ch/ger/Home/Archiv/Alinghi_beim_Emir,_der_die_Schweiz_liebt.html?cid=608580

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  13. maryam says:

    dann lass’ doch mal raus. jeder weiss es sowieso, außer uns :o (

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  14. Jule says:

    oh man, das wäre echt super, wenn mal jemand das Geheimnis lüften würde. Ich habe ja jemanden im Visier, ich wäre mir aber gerne sicher.

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  15. maryam says:

    ich habe bis heute nicht gerafft, wer der scheich ist. kann mir das bitte mal jemand mit aller deutlichkeit sagen? ich bin sooo neugierig.

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  16. hasi75 says:

    Hi! ich habe dieses buch mir selber gekauft es ist toll!

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  17. Ruhi says:

    Hallo :)
    ich bin hier in Abu Dhabi seit fast 5 Jahren und muss zu meiner Schande zugeben dass ich immer noch nicht geschnallt habe, um wem es hier geht..
    Das Buch lese ich zur Zeit. Was soll ich sagen, es ist ein wenig zu ‘naive’.. wenn jemand so gebildet ist und auch sonst nicht in der Kammer aufwachsen musste, dann ist es doch ein leichtes, sich ueber ein Land und seine Sitten zu informieren, oder nicht?
    Ueberhaupt, ich staune manchesmal ueber das Verhalten von Menschen die hier leben – wie leicht es denen faellt, die Traditionen und Sitten dieses Landes zu ignorieren. Naja..das Buch ist nicht schlecht.. wenn ihr nichts anderes zum Lesen habt, dann ist es zu empfehlen :)
    Uebrigens, ich fange gleich mit The Girls of Riad. .. wie ist es denn?
    Lieben Gruss
    Ruhina

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  18. Baladi says:

    Also ich muss sagen, bei diesem Mann wäre auch ich schwach geworden…(wenn`s wirklich der ist…)was für ein schöner Mann!! – Dazu ist er noch intelligent, leidenschaftlich und gefühlsbetont.
    Also ich find Verena absolut mutig. Eine Frau mit Verstand und Gefühl. Sehr speziell in ihrem Lebenslauf finde ich den Zufall, dass sie genau in seinem Land Ferien machte, obwohl ganz anders geplant….

    Das Buch ist in sehr gutem Stil geschrieben, so dass man sich das Ganze gut vorstellen kann. Toll, wie die Gedanken, Gefühle beschrieben werden!!!

    Dieser Scheich (wenn`s wirklich der ist) hat also geschäftliche Beziehungen hier in der Schweiz…intersesant.. Das Solarprojekt ist in der Nähe wo ich wohne… vielleicht begegne ich ihm mal in einem Cafe….

    Ueber seine jetzige Frau findet man jedoch kein Bild im Internet, auch nicht von den Kindern….

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  19. hallodubai says:

    Hallo Sheikha,

    danke fuer deinen Kommentar. Ich weiß beim besten Willlen nicht, wieso das Buch ein Hit sein soll. Außerdem..nur schon der Titel: “
    Meine Jahre mit Scheich Khalid von Dubai” – dabei ist er ja von Ras Al Khaimah…

    Ich warte dann schon mal auf die Fortstetzung: Teil 2 – Rückkehr der großen Liebe und unsere schicksalhafte Flucht nach Japan” – oders so.

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  20. Sheikha says:

    Aus purer Neugierde habe ich dieses Buch gelesen. Die frühe “Verliebtheit” ist nett geschildert und nachvollziehbar. Das jedoch aus dem wirklich kurzen tatsächlichen Aufenthalt in den VAE und dem hier stattgefundenen Gegebenheiten ein derart brisanter Titel das Buch ziert, ist unverständlich. Einzigartig ist diese Erfahrung nicht und daher auch nichts Besonderes. So auch nicht die Heirat in Ägypten, sie diente lediglich im Sinne der Sharia und hatte damit nichts mit einer wahren Liebesheirat zu tun. Schade eigentlich das eine Frau sich nach sovielen Jahren noch immer nicht über die tatsächlich Beweggründe dieses Mannes bewusst ist.Genau nach diesem Schemata laufen Tag für Tag sogenannte Love Stories in Dubai ( u.a. Emiraten) ab…. die in Wirklichkiet aber keine ( bis auf wenige Ausnahmen) sind.
    Das Buch verdient somit keinen Besteller Status.
    Schön wäre es gewesen wenn Frau Wermuth auf die Gefahren aufmerksam gemacht hätte, die eine Frau erwarten wenn Sie sich in diesem Land auf eine “unverheiratete” Verbindung einlässt. Mit lieblichen Vorstellung a la 1001 Nacht hat das dann nämlich nichts mehr zu tun, vielmehr mit der täglichen Angst in einem der Gefängnisse der Vereinigten Arabischen Emirates zu landen.

    Interessant auch zu lesen aus aktuellem Anlass:

    http://www.boykottdubai.com

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  21. Cora says:

    Hallo Ihr,

    wollte mich ja noch einmal melden, wegen des Buches. Leider komme ich erst jetzt dazu. Das Buch hab ich gern gelesen und deshalb relativ flüssig. Das lag daran, dass ich mich in dem Erlebten wieder fand. Viele meiner Erinnerungen kamen wieder hoch. Negative Erlebnisse konnte ich bestätigen. Mit dem Inhalt kann ich mich gut identifizieren, da ich ähnliche Erfahrungen machen musste. Der Schreibstil ist recht einfach. Ob ich es weiter empfehlen kann, kommt auf das Interessengebiet der Person an. Wenn jemand Kontakt zu Arabern hat, dann wird er es gern lesen, da er seine Erfahrungen teilen kann. Für jemanden, der gern Krimis liest oder Aktionsromane ist es sicher nicht so lesenswert. Im Prinzip geht das ganze Buch hauptsächlich um das Warten auf ihn, wie das halt eben dort immer üblich ist. Ich hoffe, Ihr könnt jetzt damit etwas anfangen. Liebe Grüße Cora

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  22. Datenscheich says:

    Der für mich interessanteste Absatz war (im Kommentar von ‘sevensummits’):

    “… endlich ein Zeichen für emiratische Frauen (…) schließlich sind es letztendlich sie, die in erster Linie verantwortlich für die schwache Entwicklung der arabischen Welt sind.”

    Ich selbst – (männlich, 55, und in Damaskus aufgewachsen) – erzähle seit Jahren, daß eines der größten Probleme der Arabischen Welt das hier herrschende ‘dekadente Matriarchat’ sei.

    Da wird man aber ganz schön schräg angesehen, sage ich Euch… ;-)

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  23. Cora says:

    Hi,
    … seit gestern kann
    ich das Buch in meinen Händen halten…!

    Und wenn ich es gelesen habe, werde ich Euch über meinen Eindruck berichten…!

    Auf alle Fälle kommen schon mit den ersten Seiten meine eigenen Erinnerungen wieder…

    Alles Liebe!

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  24. SevenSummits says:

    Hallo Cora, schön das Du auch hier bist :- )

    ______________

    Werde mich bald ausgiebig über das Buch auslassen und dieses auch mit ein paar “eigenen Erfahrungen“ vergleichen. Bin dann gespannt auf andere kritische Meinungen!

    Das Buch ist wirklich “so unendlich herzlich“ geschrieben und weckt wahrscheinlich gerade bei denen die vor 1970 geboren sind so einige Erinnerungen. Besonders taktlos fand ich persönlich die negativen Rezessionen bei Amazon.de und frage mich ernsthaft, wie diese angeblichen Leser sich nun herausnehmen über Verena zu urteilen. Seit wann ist ein “unglückliche Liebe“ als “dumm“ abzustempeln? Tja, wenn man dies am vorhandenen IQ festmachen könnte, dann wäre so manche Tragödie nie passiert. Und überhaupt, seit wann ist das Phänomen “Liebe“ rational? Außerdem war es damals ja so einfach mal schnell die benötigten Infos über diese Region zusammenzutragen – offensichtlich konnten sich die Leser nicht in eine Zeit vor Google, E-Mail und Handy versetzen?

    Ich bin zwar über 10 Jahre jünger als Verena, aber ich weiß noch genau wie der Postbote damals in meiner Jugend den ersten Brief aus Riad von einem Schulkameraden – der offensichtlich schon Wochen unterwegs war – bestaunte und fragte ob er diese exotische Briefmarke haben könnte. Das ist doch aus “Arabien“ meinte er ehrfürchtig – aus der Wüste??? Ich erinnere mich auch noch genau wie damals immer zum Abschied diese kleinen Paßphotos austauscht wurden und wir plötzlich unsere arabischen Freunde zum ersten Mal in traditioneller Kleidung sahen. Nach dem ersten Lachanfall kam dann meistens die ernste Frage “warum hast Du das an?“ Das jemand tatsächlich so im Alltagsleben herumlaufen konnte, war uns einfach nie in den Sinn gekommen. Und „wir“ waren verwöhnte Kinder, die bereits mit ihren Eltern durch die halbe Welt gereist waren und in ebenso exotischen Ländern aufgewachsen sind – doch in der Wüste war niemand und die benötigten Informationen ließen sich einfach nicht aus den Freunden herausprügeln. Ging nicht! Daran ist dann nicht nur Verena gescheitert und überhaupt – wo waren eigentlich die Emirate, na ja, die kannte damals absolut niemand.

    Ich glaube es war so Ende der 80er, als ich zum ersten Mal diesen Namen hörte. Voller entsetzten starrte ich auf eine Frau mit einer Gesichtsmaske auf der Promenade von Marbella in Spanien und blickte fragend zu meinen Begleitern aus Kuwait, Saudi und dem Irak. Die waren sich zwar auch nicht einig über die Herkunft der Trägerin, aber stritten sich zumindest um Katar oder Emirate. Da ich weder das eine noch das andere kannte, beschloß ich mir nicht die Blöße der Unwissenheit zu geben, ich hörte nur aus dem Gespräch heraus, daß diese Länder völlig unterentwickelt seien. Also Fazit – sehr “uncool“ und damit wollte ich dann auch wirklich nichts zu tun haben. :- )

    “Kommunikation der Kulturen“ war also schon immer ein Problem, selbst für erklärte Globetrotter. Die besten Beispiele: Lieblingsfilm aller meiner männlichen arabischen Freunde war damals “Dirty Dancing“ – aber????? “Das ist doch ein Mädchenfilm?“ Welcher westliche Mann hätte sich freiwillig diesen Film angesehen? Denkste! Sie sahen in mit so einer Leidenschaft und verzückten Augen, daß ich irgendwie kurzfristig das Gefühl hatte mein gesamter Freundeskreis aus dem arabischen Golf wäre hochgradig schwul! Na ja, das waren sie dann wohl doch nicht, aber irgendwie fand ich das schon etwas merkwürdig.
    Fortsetzung folgt – irgendwann ….

    (muß eine Fahrt zur Eiger Nordwand vorbereiten, aber leider nicht zum Klettern, sondern um mich mit der nachhaltigen Entwicklung (oder besser Abwesenheit dieser!) u.a. der Emirate auseinanderzusetzten ….
    Freue mich schon auf Verena’s und HalloDubai’s Heimat und auf die alpine Bergkulisse – habe keine Ahnung warum sich die Wissenschaft jetzt in Schweizer Bergdörfern versteckt, aber mir soll’s “schon recht“ sein :- )

    Liebe Grüße an alle! :- )

    Antworten
  25. Cora says:

    So wie ich die VAE liebe, so muss ich das Geschriebene bestätigen. Ich habe selbst einige Erfahrungen bzgl. eines Freundes dort gemacht. Nun bin ich gespannt auf das Buch, was ich bald geschenkt bekommen werde.

    Alles Liebe!

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  26. hallodubai says:

    @sevensummits,

    Hallo nach Hamburg! Danke fuer deinen Kommentar. Du hast mit deinen Zeilen den Nagel auf den Kopf getroffen. Das kann man so unterschreiben! :-)
    alles Gute weiterhin

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  27. SevenSummits says:

    HalloDubai,
    Ich finde es einfach herrlich, mit wie viel Sarkasmus Du dieses Buch umwirbst. :- )
    Leider bin ich selber noch nicht zum Lesen gekommen, (hatte mir erst die Girls von Riad – ein absolutes “Must read“ für jeden europäischen Golfbewohner), sowie die “die fremde Braut“ (Ein Bericht aus dem Inneren des türkischen Lebens in Deutschland von Necla Kelek – einfach erschreckend! – unbedingt lesen) angetan und muß mich nun leider wieder intensiv meiner richtigen Arbeit widmen.

    Im Grunde geht es hier nicht nur um eine verletzte Frau und um eine unglückliche Liebe, sondern vielmehr um diverse soziokulturelle Prinzipien, die insbesondere verstärkt in den Emiraten vorherrschen. Hier zu nennen wären nicht nur “extreme Rassistische“ Tendenzen, die sich nicht nur in der Diskriminierung von einer Eheschließung mit Ausländern vor dem Gesetz widerspiegeln, sondern auch in den allgemein üblichen Menschenrechtsverletzungen. Etwas mehr Offenheit und “Akzeptanz von Tatsachen“ (instead of constant denial) können dieser Gesellschaft “im Umbruch“ im Bezug auf Ihr Bestreben nach nachhaltiger Entwicklung nur helfen.

    Es wird langsam Zeit, daß man auch in den VAE versteht das erzwungene Eheschließungen, Inzest und die mangelnde Integration mit den über 80% in den Emiraten lebenden Ausländern (welche dann auch noch für 98% der Arbeit in der Privatwirtschaft zuständig sind) aufhört. Eine Gesellschaft kann unter diesen Vorraussetzung nicht dauerhaft stabil bleiben (würde gehen, wenn sie abgesondert inmitten des Amazonas Beckens leben würden!) und dies birgt Gefahren für die Zukunft.

    Jeder emiratische Mann den ich persönlich kenne (und das wäre dann die sog. intellektuelle Oberschicht), pflegt eine Beziehung (oder auch mehrere) im Ausland (oder auch selbst in den Emiraten). Alle sind über 40 – bereits geschieden oder irgendwie unglücklich und frustriert mit dem Druck und Zwang dem sie Zuhause ausgesetzt sind. (mal ganz ehrlich – welcher Mann hätte schon Lust einen lebendigen Geldautomaten zu spielen?) Ich kann es völlig verstehen, daß “Mann“, wenn gegen seinen Willen mit einer unbekannten Verwandten zur Zwangsvermehrung gezwungen, plötzlich das Bedürfnis verspürt auch von jemanden “geliebt“ zu werden oder ganz pragmatisch einen Sexualpartner nach seinem Geschmack zu wählen. Eigentlich doch ganz menschlich und normal, oder?! (Hat schließlich schon bei Charles und Diana nicht funktioniert) Das sich diese Männer dann jedoch immer noch dem gesellschaftlichen Druck beugen und zu feige sind, zu Ihrer “Liebe“ zu stehen ist natürlich eine andere Sache, jedoch geht dabei begründet auch um Existenz, Prestige und Geld.

    Das es sich hierbei nun um eine sehr öffentliche Persönlichkeit handelt ist natürlich beklagenswert, doch sollte dies auf jeden Fall auch endlich ein Zeichen für emiratische Frauen sein, daß dieser ganze Verdrängungsmechanismus und der daraus resultierende Haß gegenüber westlichen Frauen wenig produktiv ist und schließlich sind es letztendlich sie, die in erster Linie verantwortlich für die schwache Entwicklung der arabischen Welt sind.

    PS: Für alle die die noch von Vorurteilen beherrscht sind.
    Der Islam zwingt keine Frau zu einer Ehe und sie hat absolut das Recht diese zu verweigern, doch leider sind die Motive hier absolut nicht islamisch, sondern eher wirtschaftlicher Natur. Frau möchte versorgt sein, möglichst nie arbeiten, ihren Frust dann an einer hauseigenen Sklavin auslassen (während er sich vergnügt) und insbesondere vor anderen Frauen mit materialistischen Werten angeben – tja, eigentlich tun sie mir dann gar nicht mehr leid. (insb. da ich durch meine Arbeit sehr viele extrem unterdrückte Frauen kennen lerne, die wirklich unser Mitgefühl benötigen)

    LG aus Hamburg

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  28. C.Sydow says:

    hallo dubai!!
    du bist in unsere blogroll aufgenommen.

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