3000 kolumbianische Söldner gesucht

Vor rund einem Jahr haben wir bereits einmal zum Thema „Söldner in den Emiraten“ einen Artikel veröffentlicht.

Das Thema ist nun wieder brisant nachdem eine kolumbianische Tageszeitung einen Bericht darüber veröffentlichte.

Der Zeitung zufolge versuchen die Vereinigten Arabischen Emirate 3.000 kolumbianische Soldaten zu rekrutieren. 842 aktive und ehemalige Soldaten hätten sich bereits den VAE-Streitkräften angeschlossen, die angeblich einen zehnfach höheren Sold als Kolumbien zahlten.

Die Söldnerrekrutierung habe unter kolumbianischen Offizierskorps bereits für Unruhe gesorgt, da man befürchte, der hohe Sold könnte dazu führen, dass die kolumbianische Armee ihre besten Leute verliere.

Bereits letztes Jahr berichtete die New York Times, die VAE hätten kolumbianische Soldaten als Söldner angeheuert. Die NY Times hat damals sogar den Vertrag in die Hände gekriegt und veröffentlicht diesen hier! Als Vermittler trat dabei ein Unternehmen auf, das von Erik Prince, dem Gründer der umstrittenen privaten Sicherheitsfirma Blackwater (heute firmiert das Unternehmen unter dem Namen Academi), geleitet wird. Bekannt ist hier auch, dass die Kinder von Erik Prince in Abu Dhabi zur Schule gehen.

Ein früherer kolumbianischer Oberst – der jetzt für die Rekrutierung seiner früheren Kameraden für die VAE-Streitkräfte verantwortlich ist erklärte, bei den 800 Kolumbianern, die derzeit aktiven Dienst auf der Arabischen Halbinsel leisteten, handle es sich nicht um Söldnerverbände. Vielmehr seien die Soldaten direkt von den VAE-Streitkräften angeworben worden und würden auch von diesen bezahlt. Ihre Basis sei in der Zayed Military City in Abu Dhabi.
Im Artikel der kolumbianischen Zeitung erwähnt ein Oberst, dass die Verantwortungs- und Tätigkeitsbereiche der Kolumbianer von Terrorbekämpfung in städtischen Regionen bis hin zur Niederschlagung von Aufständen in der Bevölkerung reichten. Auch auf mögliche Grenzkonflikte mit dem Iran seien sie vorbereitet.

Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den wenigen Ländern in Nahost, die bisher vom »Arabischen Frühling« unberührt blieben. Zudem bleibt anzumerken, dass auch uns aufgefallen ist, dass es tatsächlich immer mehr Kolumbianer gibt im Land. Eine Bekannte von uns ist eine Kolumbianerin die mit einem Emirati verheiratet ist und auch sie berichtet oft über den rasanten Anstieg ihrer Landsleute.

 

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